AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

 


HAUS 1 - Alt-Marzahn 51


WUHLETAL IM WANDEL
1982 – 2003
FOTOS VON HEINO MOSEL

Sonderausstellung 10. April  - 15. Oktober 2017

Öffnungszeiten:    im Juni:  Di - Do und So 11 - 17 Uhr
Wochenfeiertage geschlossen



Das Wuhletal hat schon viele Veränderungen erlebt. In den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde aus der ländlich geprägten Niederung ein Grünzug in städtischer Umgebung. In dieser Zeit entstand am östlichen Talrand die Großsiedlung Hellersdorf, im Talraum selbst kamen Elemente der städtischen Infrastruktur hinzu. Damals begann auch die Entwicklung des Wuhletals zum Naherholungsgebiet, in das die begrünten Deponien am westlichen Talrand einbezogen werden konnten.
Der Kaulsdorfer Heino Mosel (1930 bis 2015) hat diese Veränderungen jahrzehntelang aufmerksam verfolgt, mit dem Blick des Naturschützers und mit seiner Kamera. Es entstand eine Fotodokumentation mit tausenden Fotos, die den Wandel im Wuhletal dokumentieren. Dabei ging es Heino Mosel immer um Fragen wie: Was wird aus der Natur, wenn im Wuhletal und seiner Umgebung gebaut und umgestaltet wird? Was geht verloren, was kommt hinzu? Wo liegen Gefährdungen, wo ergeben sich Potenziale? Was ist zu tun, um Flora und Fauna zu schützen?


 

HAUS 2 - Alt-Marzahn 55

Marzahn-Hellersdorf. Bezirksgeschichte(n)
Von den Anfängen bis zu den Großsiedlungen

Dauerausstellung des Bezirksmuseums
Marzahn-Hellersdorf

Öffnungszeiten:  im Juni    
Di - Do und So 11 - 17 Uhr
Wochenfeiertage geschlossen

Die Besucher erwartet ein spannender Gang durch rund 11.000 Jahre Geschichte. Die Ausstellung beginnt mit der Ur- und Frühgeschichte, die den weitaus längsten Zeitraum umfasst. Einen Schwerpunkt bildet die Geschichte der Dörfer Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn von ihrer Gründung im 13. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Blieb das dörfliche Leben vor den Toren Berlins bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen unverändert, so vollzogen sich nach 1870 tiefgreifenden Veränderungen. Die Verbindungen zur Hauptstadt Berlin nahmen stark zu, 1920 wurden die bis dahin kommunal selbstständigen Orte eingemeindet. Große Siedlungsgebiete entstanden, die Einwohnerzahl vervielfachte sich. Erste kleine Industriebetriebe siedelten sich an. Jahrzehntelang formten Rieselfelder die Landschaft um Marzahn und Hellersdorf. Auch politisch und kulturell waren die 100 Jahre - vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis zur DDR - eine Zeit vielfachen Wandels.

In den zurückliegenden 40 Jahren veränderte sich die Region Marzahn-Hellersdorf mehr als je zuvor. 1975 begannen an der Marchwitzastraße im ersten Marzahner Wohngebiet die Tiefbauer die ersten Gruben auszuschachten. Nur gut zwei Jahre später zogen die ersten Mieter der Großsiedlung ein. Durch die Errichtung von mehr als 100.000 Wohnungen bis Anfang der 1990er Jahre nahmen Marzahn und Hellersdorf die Dimensionen von Großstädten an. Nach 1989/90 wandelten sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse gravierend. Die Großsiedlungen wurden saniert, neue Häuser entstanden vor allem in den historischen Dörfern und Siedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf.

Die Ausstellung präsentiert in allen Themenbereichen zahlreiche originale Objekte, darunter das Lackprofil eines 2005 in Biesdorf-Süd entdeckten Korbgeflechtbrunnens aus der älteren Vorrömischen Eisenzeit (400 – 200 v. Chr.) sowie mehrere Architekturmodelle aus der jüngsten Vergangenheit.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Recherchebereich, in dem zusätzliche Informationen zu den archäologischen Fundstellen sowie zu den einzelnen Siedlungs- und Wohngebieten im Bezirk, Film- und Tondokumente zu finden sind. Für besonders wissbegierige Besucher stehen weiterführende schriftliche Materialien zur Verfügung.


HAUS 2 - Alt-Marzahn 55



geFUNDen – GRABUNGEN AUF DEM IGA-GELÄNDE

Sonderausstellung 10. April  - 5. November 2017

Öffnungszeiten: im Juni    
Di - Do und So 11 - 17 Uhr
Wochenfeiertage geschlossen


Im Vorfeld der IGA 2017 fanden auf dem Erweiterungsgelände der „Gärten der Welt“ 2013 / 14 archäologische Grabungen statt. Die dabei gemachten Befunde beweisen, dass dieses Gelände mindestens seit der Bronzezeit besiedelt war. Ausgegraben wurde verschiedene Arten von technischen Öfen, die vermuten lassen, dass hier zeitweise das Werkareal einer nahe gelegenen germanischen Siedlung war. Zudem kamen Keramik und Getreidekörner sowie Schmuckgegenstände und ein Spielstein ans Tageslicht. Auch der Zweite Weltkrieg hat seine Spuren in Form unterschiedlicher Metallgegenstände hinterlassen. Ausgewählte Funde der Grabung werden in der Sonderausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 


Open-Air-Ausstellung Kaulsdorf-Süd 

 

Lager Kaulsdorfer Strasse 90

Im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ wurde die Open-Air-Ausstellung durch die Enthüllung der Stelen am 30. April 2013 eröffnet.

Ort: Wuhlewanderweg, Höhe Bismarcksfelder Straße unmittelbar an der Wuhle


In der NS-Zeit bestanden im heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf mindestens 30 Zwangsarbeiterlager. Das Größte befand sich in Kaulsdorf-Süd, an der Kaulsdorfer Straße 90. Das Gelände, ursprünglich jüdischer Besitz, wurde zwangsenteignet. Die ehemaligen Gebäude des Lagers wurden als Unterkünfte für deutsche Arbeiter, die an Projekten der Deutschen Reichsbahn eingesetzt werden sollten gebaut. Zunächst wurde das Lager als Durchgangslager für Wolhyniendeutsche genutzt. 1940 entstand ein Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten. Am 30. April 1942 wurde das Lager mit „Ostarbeitern“ belegt, die für die Deutsche Reichsbahn arbeiten mussten. Bis zu 1400 Russen und Ukrainer, darunter viele Frauen und auch Kinder waren hier unter schlimmsten Bedingungen untergebracht. 
Auf acht Ausstellungstafeln erinnert die Open-Air-Ausstellung an die Historie des Ortes, an die Opfer des Lagers und deren Schicksal.
Mit der Open-Air-Ausstellung ist ein weiterer Gedenkort entstanden, der die schmerzvolle Erinnerung an die Vergangenheit wach hält und die Landkarte der öffentlich sichtbaren Denkzeichen im Bezirk ergänzt.