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Nicht ohne die Kultur

Allein 900 Kunstwerke befinden sich im öffentlichen Raum, darunter Wandbilder, Plastiken, Skulpturen, Reliefs und andere Kunstobjekte. Über 50 Gedenkorte gewähren einen Blick in die wechselvolle Geschichte des Bezirkes. Und - obwohl unser Bezirk nicht mit berühmten Theater-, Opern- oder Konzerthäusern aufwarten kann, verfügen wir dennoch über eine Vielzahl gut ausgestatteter Kulturhäuser, Klubs, Ausstellungszentren, Galerien, Kleinbühnen und regionale Museen, die seit Jahren anspruchsvolle Angebote offerieren und ihr Publikum auf besondere Weise begeistern. Sogar Weltruhm hat inzwischen das Gründerzeitmuseum erlangt, das nach dem Krieg von Charlotte von Mahlsdorf alias Lothar Berfelde im alten Gutshaus Mahlsdorf gegründet und bis in die 90er Jahre geführt wurde. Ihr ist das Stück „I am my own wife“ von Dough Wright gewidmet, das 2003 am Broadway Premiere feierte. Die Berliner Fassung, derzeit aufgeführt im Renaissance-Theater, heißt „Ich mach ja doch, was ich will“.

Ungeachtet der noch jungen Kulturgeschichte des Bezirkes gibt es durchaus weiter zurückreichende Wurzeln, die u.a. in die Siedlungsgebiete Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf und somit in den früheren Bezirk Lichtenberg führen. Damit sind nicht nur die ur- und frühgeschichtlich äußerst bedeutsamen Ausgrabungsstätten in Biesdorf –Süd gemeint, sondern auch die über Jahrzehnte währende lebendige Arbeit von Kulturvereinen in den Gesellschaftshäusern und Gartenkneipen. Erinnert sei ebenso an zahlreiche prominente Künstler, die hier im Bezirk wohnten und wirkten-  wie der Schauspieler Eduard v. Winterstein, der Komponist Kurt Schwaen, der Schriftsteller Jurek Becker, der Karikaturist Willy Moese, der Komponist Arndt Bause, Marga Legal.-  Kulturhistorisch bedeutsam sind ebenso das Schloss und der Park Biesdorf, ehemals Anwesen der Familie Siemens: Seit  über 50 Jahren wird hier auf vielfältige Weise Kultur angeboten wird, ob im Konzert, in der Galerie oder auf der Freilichtbühne. Heute ein beliebtes soziokulturelles Stadtteilzentrum, soll es nach seinem Wiederaufbau eine überregional anerkannte Kunst- und Kulturstätte werden.

Übrigens: Wer die Kultur im Bezirk im Schnellkurs kennen lernen möchte, dem sei die Veranstaltung „kultour à la carte“ empfohlen: Einmal im Jahr, am Frühlingswochenende der Zeitumstellung, laden über 30 Kulturorte zu einer Entdeckungsreise der besonderen Art ein, die kaum Wünsche offen lässt. Kunst und Kultur, Kurzweiliges und Originelles, Kulinarisches und Kurioses stehen auf dem Programm, das Besucher aus nah und fern heranlockt.

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