Aktuell: Gesprächsrunde zu temporären Kunstprojekten

Liebe Kunstfreunde,
wir laden Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde zu den temporären Kunstprojekten in der Marzahner Promenade ein.
Die Reihe künstlerischer Auseinandersetzungen mit der städtebaulichen, architektonischen, räumlichen und sozialen Situation der Marzahner Promenade begann im Jahr 2010. Initiiert wurde sie von der Fachkommission für Kunst im öffentlichen Raum des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf. Auf der Grundlage eines jährlich durchgeführten Wettbewerbs werden temporäre Projekte für den öffentlichen Raum der Marzahner Promenade von Künstlerinnen und Künstlern entwickelt. Diese besondere Reihe von Kunst im öffentlichen Raum wurde 2010 in das Programm Aktive Stadtzentren für die Marzahner Promenade aufgenommen. Es ist langfristig angelegt und wurde bis zum Jahr 2014 eingeplant. In 2014 soll es über die jährlichen temporären künstlerischen Projekte hinaus mit einer Dokumentation als Publikation abgeschlossen werden.
In den vergangenen beiden Jahren konnten bereits fünf Projekte realisiert werden, auch 2012 werden wieder künstlerische Aktinen die Marzahner Promenade beleben.
Über diese Entwürfe können Sie an diesem Abend informieren.
Die Projekte der vergangenen Jahre wurden vielfach diskutiert, jetzt können Sie sich in die Diskussion einbringen und  mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen.
Dazu laden wir herzlich ein!
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 25.4.2012, 18.00 Uhr in der Marzahner Promenade 46(neuer Ort der Galerie M) statt. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

 

 

Temporäre Kunstprojekte für die Helle Mitte 2012



Vor fünfzehn Jahren entstand im Herzen der Großsiedlung Hellersdorf ein neues Stadtteilzentrum. Es wurde als komplette Stadt geplant, jedoch nur in Teilen gebaut. So erscheint das heutige Stadtteilzentrum Helle Mitte noch sehr unfertig, mancherorts sogar unwirtlich. Die Helle Mitte zeugt davon, dass sich Stadt nicht einfach implantieren lässt und dass die Stadtwerdung einer gesellschaftlichen und politischen Entwicklung unterliegt.

Im Zuge des Programms Stadtumbau Ost sollen deshalb temporäre künstlerische Projekte die noch unfertigen - aber auch die schon fertigen Straßen, Flächen und Plätze der heutigen City Hellersdorf - unter die Lupe nehmen und Anstöße für eine künftige vielschichtige Weiterentwicklung dieses Stadtraums und Impulse für seine Vitalität geben. Die Kunstprojekte sollen den Prozess des Stadtumbaus für eine Zeit begleiten.

Im Herbst 2011 führte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin einen berlinweit offenen Kunstwettbewerb für professionelle Berliner Künstler durch. Aus 54 eingereichten Entwürfen wählte eine Fachjury im Dezember 2011 sechs Kunstprojekte zur Realisierung in Hellersdorf im Jahr 2012 aus.

Am 02. April 2012 um 15:00 Uhr wird die Bezirksstadträtin Juliane Witt auf dem Alice-Salomon-Platz die temporären Kunstprojekte offiziell eröffnen.

Träger des Kunstwettbewerbs:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Abteilung für Jugend und Familie, Weiterbildung und Kultur
in Kooperation mit der Abteilung Wirtschaft und Stadtentwicklung,

Weitere Informationen
Galerie M, Karin Scheel, Telefon 030.5450294
www.kunstraum-m.de

Die Kunstprojekte:

LUFTSCHLOSS
von Anna Borgman und Candy Lenk
14.03. – 11.04.2012, Alice- Salomon-Platz

In einem Baugerüst errichten Anna Borgman und Candy Lenk aus grünen Bauschutznetzen ein 12 Meter hohes und rund 2.300 m³ großes „Luftschloss“ auf dem Alice-Salomon-Platz. Die sich drei Mal verwandelnde abstrakte Form reagiert auf ihre Umwelt. Im Gegenlicht sind Gerüst und Netze dunkel und durchscheinend, vom Licht bestrahlt verschließt sich das Luftschloss und wird hell und undurchsichtig. Wind bewegt die grünen Netze und Windstille lässt alle Flächen erstarren. Alle Phasen werden fotografisch festgehalten und jeder Schritt unmittelbar im Internet publiziert.
Die Installation thematisiert einen anhaltenden Zwischenzustand. Sie oszilliert zwischen geerdeter Baustelle und dem ortlosen Schweben einer Wolke. Sie steht für die Idee von Stadt und gleichzeitig für ihre konkrete Verwirklichung. www.projektluftschloss.de)

WBS 350 BC
von Rolf Wicker und Barbara A. Keiner  April – Oktober 2012, Kurt-Weill-Platz

Manchmal verändert ein Blick in die Geschichte den Blick auf die Gegenwart.
Deshalb zeigt in diesem Kunstprojekt eine Brachfläche statt einer Zukunftsvision
von Stadt eine Vergangenheit. Das Projekt greift die überraschenden
Erkenntnisse der archäologischen Grabungen im antiken Priene auf –
einer Stadt in der heutigen Türkei, welche vor mehr als 2000 Jahren in einer
in ganz Griechenland und Kleinasien verbreiteten Art des „Typenbaus“ entwickelt
wurde – und verknüpft sie mit den städtebaulichen Planungen der
D DR und der Nachwendezeit in Hellersdorf. Das Kunstprojekt wird sich zu
einem imaginären Urlaubsort mit großer Liegeterrasse mitten im Berliner
Alltag entwickeln.

MARTFORSCHUNG. GRÜN ODER ROT?
von Oliver Oefelein
08. – 12.05.2012 Uhr, Fritz-Lang-Platz und
15. – 19.05.2012, Kokoschkaplatz, je 13:00 – 19:00 Uhr

Im Zentrum Helle Mitte findet eine vermeintliche „Promotion-Aktion“ für die Farben Grün und Rot statt. An einem kommerziell geprägten und belebten Ort soll Kunst im Gewand der Werbung erscheinen. Grün und rot gekleidete „Mar(k)tforscher“ bieten den Passanten jeweils grüne oder rote Brause zum
Probieren an. Daraus wird eine statistische Erhebung zum Konsum von Grün und Rot erstellt. Der Prozess der Vereinnahmung der Kunst durch Werbung soll so einmal umgedreht werden und die Kunst wieder die Werbung vereinnahmen, um so ihre Autonomie zurückzuerobern. Die Farben aus der Werbung werden der Kunst wieder zurückgegeben.

HELLE STIMME
von Benoît Maubrey   23. – 25.08.2012, nachmittags

Mobile Klangskulpturen – AUDIOBALLERINAS und VIDEOPFAUEN – bewegen sich durch Hellersdorf. Tänzer mit Audio-Kleidern durchkämmen die Hauptstraßen und suchen „künstlerische Nahrung“, z.B. die Stimmen von Passanten oder Stadtgeräusche. Diese werden verarbeitet, verfremdet, verstärkt und wieder über die technischen Kostüme der Tänzer in den Straßen abgespielt. Die Darsteller verteilen sich in konzertähnlichen Konstellationen auf Fußgängerzonen, verirren sich auf Marktplätzen und Kinovorplätzen, durchgrasen sämtliche überwucherten Gelände und veranstalten schließlich einen „Rave“ am Jugendzentrum Eastend.

DANCING IN THE STREETS. SINGING A PATTERN LANGUAGE.
von Dellbrügge & de Moll  Sommer 2012

Die Aneignung des öffentlichen Raums ist das Thema dieses Kunstprojektes. Auf der Grundlage
der vom US-amerikanischen Architekten und Philosophen Christopher Alexander entwickelten „Muster- Sprache“ für eine lebendige Stadt und angeregt von Bewegungsmustern der Filmmusicals von Jacques Démy entsteht in Kooperation mit Protagonisten vor Ort eine Intervention für die Plätze der Hellen Mitte.

SIRIUS
von Anke Westermann  20.10.2012, Alice-Salomon-Platz, ab 11:00 Uhr

Ein Apparat für Menschen und Vögel – ausgestattet mit einer Kamera und einem Bildschirm – fährt zum 95. Jahrestag des 1917 geplanten ersten Kongresses der Sowjets auf dem Alice-Salomon-Platz umher und verstreut Popcorn. Die Gestaltungsprinzipien der Moderne und die damit verbundenen sozialistischen Ideen, die Utopie einer technisierten Gesellschaft, aber auch die Themen Überwachung und Urbanität werden so humorvoll gebrochen und spielerisch verfremdet.

Foto 1: Borgman und Lenk
Foto/ Collage 2: Rolf Wicker, Barbara A. Keiner
Foto 3: Oliver Oefelein
Foto 4: Benoît Maubrey
Foto 5: Dellbrügge & de Moll, VG Bildkunst
Foto/Collage 6: Anke Westermann

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H-O-P-E

Kunstaktion zum Mitmachen von Alfred Banze
www.unitednationshope.wordpress.com

Vor der Galerie M
Marzahner Promenade 13, 12679 Berlin
www.galerie-mh.de

Mittwoch 26. Oktober 17 - 20 Uhr

Das Projekt H-O-P-E von Alfred Banze geht von einem Wandgemälde aus, das der Norwegische Künstler Per Krogh 1950 für den Saal  des UN Sicherheitsrates geschaffen hat.
H-O-P-E erkundet Visionen und Meinungen zu den VEREINTEN NATIONEN heute.

1 – Was fällt Ihnen zu den Vereinten Nationen ein, gutes wie schlechtes ?
2 – Schauen Sie sich das Wandgemälde an, was denken Sie darüber?
3 – Gibt es einen Bereich des Gemäldes, den Sie besonders mögen?
4 – Entwickeln Sie einen „Remix“ dieses Bildteiles, der Ihre Gedanken zur UN ausdrückt.

Im Aussenraum vor der Galerie M in Berlin Marzahn, vor einer grossen Reproduktion des UN Wandgemäldes, finden Gespräche und Livevideo-Improvisationen zum Thema statt. Ausserdem werden erste Ergebnisse aus  Bangkok, Thailand und Berlin-Moabit als Videoprojektionen vorgestellt.

Weitere Events in Kinshasa, R.D. Congo und Phnom Penh, Cambodia sind in Vorbereitung. Das Projekt wird gefördert durch das Institut für Auslandsbeziehungen. Ergebnisse werden Teil einer interaktiven Installation für eine Ausstellung UNITED NATIONS REVISITED im kommenden Jahr.
 

Temporäre Kunstprojekte in der Marzahner Promenade 2011

Schirin Kretschmann, Holger Beisitzer, Hans Winkler (Foto: Caroline Wagner)

 

In der Woche vom 8.8. bis zum 14.8.2011 wird das Projekt Sandpromenade von Schirin Kretschmann zu erleben sein. 300-500 kg schwarzer Kristallfarbsand wird per Besen und Schaufel eine Woche lang von der Künstlerin und Helfern durch die Marzahner Promenade bewegt. Auf seinem Weg durch die Promenade in Richtung Eastgate passt sich der Sand den örtlichen Gegebenheiten an und erscheint in immer wieder anderen (Sand-)Bildern, mal zu einem Haufen aufgeschüttet, ein andermal teppichartig ausgebreitet. Helfer sind sehr willkommen!  

Ein weiterer Beitrag ist das Kunstprojekt “Silberstreif“ von Holger Beisitzer. Als Silberstreif am Horizont soll die Kunst die besseren Zeiten nicht nur ankündigen, sie soll diese Zeiten am besten auch gleich einläuten. Warum also nicht gleich diesen Silberstreif wortwörtlich nehmen?! Den Silberstreif vom Horizont holen und uns direkt zu Füßen legen...In einer mehrtägigen „Aktion Silberstreif“ werden der Künstler und ein Helfer vom 22.8.bis zum  27.8.2011 die Gitterroste der Abflussrinnen in der Promenade reinigen und mit Silberbronze streichen. Durch die strukturierte Oberfläche der Roste ergeben sich zusammen mit der Silberbronze Glitzereffekte, ein poetischer Hinweis auf das oft Unbeachtete und Übersehene.

Für das dritte Projekt „Eine Hommage an das Spazierengehen im Park“ von Hans Winkler wird ein Teilstück der Marzahner Promenade zwischen Eastgate und Kaisers zu einer temporären Bühne verändern. An sieben Tagen, vom 5.9. bis zum 11.9.2011 werden dort zwei SchauspielerInnen täglich, jeweils für eine Stunde, während des Promenierens Texte zum Spazierengehen vortragen. Ausgiebige Spaziergänge bringen oft außergewöhnliches zum Vorschein. Sie lenken den Blick auf Details, auf oft Unscheinbares und es scheint, dass der Zugang zum öffentlichen Raum zumeist nur durch das Spazierengehen und Herumschweifen erfolgt. Dem Spazierengehen wird ein flüchtiges Denkmal gesetzt.

Die fünfjährige Reihe temporärer künstlerischer Projekte in der Marzahner Promenade begann im Jahr 2010. Das Thema der Projektreihe ist der Ort selbst: Am Beispiel der Marzahner Promenade sollen sich die künstlerischen Arbeiten mit der Frage des Funktionierens von Stadt und Stadtraum befassen. In Form von temporären künstlerischen Installationen, Interventionen, Aktionen im Stadtraum soll der Wohn- und Lebensort Marzahner Promenade hinsichtlich seiner heutigen und zukünftigen Potenziale thematisiert werden. Mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln wird der öffentlicher Raum der Promenade befraget, verändert und belebt.

Ein Projekt des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadtzentren“.

Weitere Informationen zu den Kunstprojekten unter 030 – 5450294(Galerie M)

 

 

 

 

Kunstprojekte in der Marzahner Promenade 2010


Die Künstlerin Seraphina Lenz verpackte die Betonsitzelemente entlang der Marzahner Promende in Holzkisten. Auf einigen ist das Wort „Fehlen“ zu lesen. Mit dieser simulierten Bauhandlung thematisiert die Künstlerin die Veränderung der Marzahner Promenade, einen Zustand zwischen nicht mehr und noch nicht.

Ein sehr poetisches Kunstprojekt realisiert der Künstler Sebastian Gräfe. Bis zum Ende des Jahres 2010 flanierte wöchentlich, jeweils am Donnerstag gegen 16.00 Uhr eine Person die Marzahner Promenade vom S – Bahnhof Marzahn in Richtung Freizeitforum entlang. Unter dem Arm trug sie einen so genannten Ghettoblaster. Aus den Boxen dringt jedoch keine laute Musik sondern der frühlingshafte Gesang heimischer Vögel.

Ermöglicht wurde dieses Projekt durch das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“.


 

Twende Berlin - Makin a Dot

Performance mit dem Public Art Aktivisten Upendo Hero, group 6 Ukoo Flani aus Nairobi/Kenia und den Berliner Künstlern Klaus W. Eisenlohr, Johann Zeitler und Thomas Wagner am Freitag, 19.11.2010 ab 14.00 Uh in der Marzahner Promenade
Twende Berlin ist ein internationales Kunstprojekt mit einer Reihe von Aktionen und Erkundungen des öffentlichen Raums.

Die Aktion  am 19.11. 10 ist sehr einfach: Weiße Kreidepunkte und afrikanische Zeichen werden auf den Boden der Marzahner Promenade gemalt.

Making a Dot - “Einen Punkt machen³ ist im Deutschen eine sehr symbolträchtige Aussage. Die Künstler werden Passanten nach einem wichtigen Punkt fragen um diesen dann mit ihnen zu markieren. Vielleicht einen Ort, den man täglich durchquert, einen Punkt wo man jemanden zum ersten Mal traf, einen Ort, der einem einfach vertraut erscheint, oder man einen Streit zugesehen hat
Am Ende der Aktion wird es Life Musik geben und ein gemeinsames Straßenbild wird vor dem Atelier von Thomas Wagner in der Marzahner Promenade 37, 12679 Berlin entstehen. Die Performance beginnt am 19.11.2010 um 14.00 Uhr vor dem Atelier.
Zum Projekt entsteht ein Dokumentarfilm über “Public Space Activism³ in Berlin.

Partner:
Künstler: Klaus W. Eisenlohr, Johann Zeitler, Thomas Wagner, Berlin
Upendo Hero, Nairobi, Kenia
Gruppe 6 Ukoo Flani
Galerie M, Karin Scheel

Links:

www.landervermesser.org
www.richfilm.de
www.twblum.de
www.galerie-mh.de
http://twendeberlin.wordpress.com/
http://urbanmirror.org
and http://culturalvideo.org

"Canale Grande" Projektion von Daniela Butsch

Einladung und Realisierung der Projektion
Fotos: Daniela Butsch
Einladung und Realisierung der Projektion


Am 24.3.2007 zeigte Daniela Butsch ihre Videoprojektion „Canale Grande“ auf der Fassade der Alice-Salomon-Fachhochschule. Dieses Projekt fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultour a la Carte“ statt und wurde finanziert aus Mitteln des Bezirkskulturfond.

Weiter temporäre Projekte im öffentlichen Raum sind unter www.galerie-mh.de zu finden.