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VERANSTALTUNGEN


Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

 

Mittwoch, 27.Sept. 2017          

FÜHRUNG AUF DEM IGA GELÄNDE
TREFFPUNKT:  IGA-Haupteingang Kienbergpark um 17 Uhr
EINTRITT ab 17 Uhr IGA: 10 Euro


SUBBOTNIK

Ein performativer Spaziergang von Erik Göngrich

Im Rahmen seines Projekts SUBBOTNIK erkundet Erik Göngrich in künstlerischen Spaziergängen das Gelände rund um den für die Internationale Gartenausstellung temporär genutzten Kienberg. Der auf Bauschutt und Erdaushub begründete Berg wurde während der DDR im Rahmen von Subbotnik-Aktionen bepflanzt. Die nahegelegenen Wuhletal-Biotope existieren aufgrund freiwilliger Arbeitseinsätze, bei denen der Wuhle-Bach durch kleine Staudämme aufgestaut wurde. Weite Teile des Freiraumes von Marzahn und Hellersdorf wurden durch Arbeitseinsätze der Bewohner begrünt und gestaltet. Abgeleitet vom russischen Begriff subbota für Sonnabend, steht Subbotnik für unbezahlte sonnabendliche Arbeitseinsätze, wie sie in der DDR bis Mitte der 60er Jahre üblich waren. Fortan offiziell als VMI-Einsätze (Volkswirtschaftliche Masseninitiative) bezeichnet und von den Grünflächenämtern organisiert, wurden die Aktionen ab Ende der 1960er Jahre entlohnt. Umgangssprachlich hat sich der Begriff Subbotnik erhalten und im Rahmen von kollektiven Arbeitseinsätzen aus Hausgemeinschaften heraus blieben sie auch weiterhin unbezahlt.

In gemeinsamen Rundgängen mit lokalen Experten und Besuchern der IGA erforscht Göngrich, wie sich der Grünraum Marzahn-Hellersdorfs durch die Subbotnik-Aktionen der Bewohnerinnen und Bewohner entwickelt hat.

Die umfangreiche Publikation SUBBOTNIK – LENIN UND DIE GRÜNPLANUNG IN MARZAHN-HELLERSDORF ist ein Teil der Spaziergänge und wird gratis an die Teilnehmenden verteilt.

ERIK GÖNGRICH ist Künstler und Architekt. In seinen skulpturalen Interventionen untersucht er die Wahrnehmung und Nutzung öffentlicher Räume und ihr Transformationspotential. www.goengrich.de


 

Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Veranstaltung im Rahmen des
20. Berliner Archäologentages
in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Berlin

Mittwoch, 11. Oktober 2017
, 18 Uhr, Haus 2


Archäologische Grabungen in Vorbereitung der Internationalen Gartenausstellung 2017

Vortrag von Uwe Michas, Landesdenkmalamt

Zu den Vorbereitungen für die Internationale Gartenausstellung 2017 gehörten auch umfangreiche  archäologische Untersuchungen. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wuhle, deren Umfeld seit der Steinzeit immer wieder besiedelt wurde. Allein um den Kienberg finden sich beiderseits der Wuhle mehr als ein Dutzend archäologische Fundstellen. Die dichte ur- und frühgeschichtliche Besiedlung ist seit den Ausgrabungen der Jahre 1976-1979 westlich des Blumberger Dammes bekannt. Es war zu vermuten, dass sie sich auch bis auf das zukünftigen Areal der Gartenausstellung erstrecken würde, eine Annahme, die sich bestätigte. Es wurden mehrere zehntausend Quadrat-meter untersucht und Siedlungsreste verschiedener Zeitstufen ausgegraben. Dazu gehören Befunde aus der Bronzezeit, der vorrömischen Eisenzeit sowie der römischen Kaiserzeit. Auch Teile einer frühslawischen Siedlung sowie die Hinterlassenschaften der jüngsten Geschichte konnten ausgegraben werden. 

Am Tag der Abendveranstaltung ist die Ausstellung  im Haus 2 auch von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

hier: Flyer zum 20. Berliner Archäologentag