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VERANSTALTUNGEN


Am Tag der Veranstaltung ist das Bezirksmuseum Haus 1 ebenfalls von 17 - 18 Uhr geöffnet!


©Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf/Hoffmann

 

Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Mittwoch, 12. September 2018, 18 Uhr

Backsteinarchitektur in Berlin und Brandenburg

Vortrag mit Präsentation von Dirk Schumann, Kunsthistoriker und Bauarchäologe

Wie in einem Sog verbreitet sich ab 1160 im gesamten Ostseeraum eine Architektur aus "gebackenen Steinen". Dabei entstanden die ersten Bauten aus gebrannten Ziegeln in Vorderasien bereits vor etwa 10 000 Jahren. In Deutschland sind es vor allem die vom Siedlungsaus-bau erfassten Landschaften in Nordostdeutschland, in denen der Backsteinbau im Mittelalter seinen Siegeszug antritt und in einer prächtig gestalteten Architektur mündet. In der frühen Neuzeit versteckt man den Ziegel hinter Putz und imitiert bei der Bemalung der Fassaden ein Hausteinmauerwerk. Doch bereits unter Friedrich dem Großen beginnt sich in Preußen eine Renaissance der Ziegelarchitektur abzuzeichnen. Bis heute gilt der Ziegel als eines der nachhaltigsten Baumaterialien überhaupt.


©Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf/Hoffmann



Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18 Uhr

Haus Dittmar
Ein Monument der Moderne in Kaulsdorf.
Leben mit und in einem Denkmal.

Vortrag mit Präsentation von Dr. Dr. Ute Linz und
Dr. Peter K. Bachmann



Sich überschneidende Kuben charakterisieren die äußere Form des unter Denkmalschutz stehenden Wohnhauses "Haus Dittmar" in Kaulsdorf. Sein vom "Bauhaus" inspirierter Aufbau lässt es wie eine Skulptur aus vielfarbigen Fehlbrandziegeln erscheinen.
Als Peter K. Bachmann und Ute Linz im November 2009 durch die eröffnete Wohnzimmerdecke ihres neu erworbenen Hauses den Nachthimmel sahen, war nicht zu erwarten, dass diese "Skulptur" vom Landesdenkmalamt einmal als "architektonisches Juwel der Moderne" bezeichnet würde. Unerwartete Bauschäden stellten die Statik des 1932 von Edmund Dittmar entworfenen Gebäudes in Frage. Statt der gutachterlich versprochenen "Pinselsanierung" folgte ein vierjähriges Instandsetzungsabenteuer.
Die Einordnung des Hauses in die Architekturstile des 20. Jahrhunderts und die Illustration des denkmalgeschützten Bestands werden ebenso Teil des Vortrags sein wie die Geschichte des Hauses, Sanierungsmaßnahmen und Erfahrungen mit Handwerkern, Gutachtern und Behörden.
Das Abenteuer wurde belohnt! 2016 ehrte der Berliner Senat das Projekt mit der „Ferdinand-von-Quast-Medaille“, der höchsten Landesauszeichnung für Denkmalpflege.